Aktuelles

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Fanprojekt Rostock – Ankündigungen im Überblick

Graffiti-LogoÖffnungszeiten:
Dienstag 13:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch 13:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 13:00 – 18:00 Uhr
Montag und Freitag nach Absprache

Fanfrühstück ab 10:00 Uhr vor jedem Wochenend-Heimspiel

Fanfinale – Verstärkung für unsere Fußballteams gesucht

Veranstaltet von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte findet nach zweijähriger Pause wieder das Fanfinale in Berlin statt. Im Vorfeld des DFB-Pokal-Finales wird ein Turnier ausgespielt, an dem Fanprojekt-Teams aus ganz Deutschland teilnehmen. Übernachten werden wir in bereitgestellten Groß-Raum-Zelte auf dem Gelände der Sportanlage Jungfernheide in Berlin.

Wir suchen zur Verstärkung für unser Jungenteam (U23) sowie Mädchenteam noch interessierte Freizeitfußballer*innen. Der Teilnahmebeitrag beträgt 25 € pro Person. Darin enthalten sind die Startgebühr, Übernachtungen und Frühstück an zwei Tagen sowie die Fahrtkosten. (19. – 21. Mai)

Für weitere Infos stehen wir euch gerne persönlich zur Verfügung.
(Kontakt über WhatsApp siehe: fanprojekt-rostock.de/kontakt

Team Fanprojekt

Übernachtungsfahrt zum Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf

Zum Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf bot sich für uns eine Übernachtungsfahrt an. Wir starteten am frühen Freitagmorgen und fuhren direkt zur Jugendherberge bei Duisburg. Nach dem Einchecken ging es Richtung Stadion und wir erreichten pünktlich den Gästevorplatz. Leider konnte Hansa nicht wirklich an die sportliche Leistung der vergangenen Spiele anknüpfen und verlor das Spiel recht deutlich. Zurück in der Unterkunft werteten wir noch die Ereignisse des Tages aus und philosophierten bereits über den Kader der neuen Saison.

Am nächsten Tag und einer reichhaltigen Stärkung am Frühstücksbuffet besuchten wir im Anschluss den Landschaftspark Duisburg. Die Hochofenruine des stillgelegten Hüttenwerkes bietet Industriegeschichte zum aktiven Erkunden. Auf der mehr als 70 Meter hohen Aussichtsplattform streift der Blick in das umliegende Ruhrgebiet. Für uns Nordlichter ein durchaus beeindruckendes Gelände.

Auf dem Rückweg nach Rostock pausierten wir unsere Fahrt und besuchten ein Spiel der Regionalliga West. Rein sportlich betrachtet war es ein spannendes Spiel mit zwei Roten Karten, einem Elfmeter und herausgespielten Chancen auf beiden Seiten. Unserem ehemaligen Hansa Spieler Marco Königs gelang hierbei jedoch kein Torerfolg. Mit einem 0:1 für die Gäste endete das Spiel und wir fuhren ohne größere Pause zurück nach Rostock.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die kurzweilige und sehr unterhaltsame Fahrt! Gerne wieder!  Team Fanprojekt.

Pressemitteilung: 28. Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte

„Es fährt kein Zug nach Nirgendwo – Fanprojektarbeit in ländlichen Räumen“

Unter diesem Titel fand die diesjährige Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) auf dem Rabenberg im Erzgebirge statt. Es war dabei nicht überraschend, dass sich schon auf der Talkrunde zur Eröffnungsveranstaltung die Fragen um Angebotsdichte und Erreichbarkeit, Netzwerkbildung, Anonymität oder politische Strukturen drehten und damit Unterschiede zu großen Metropolenregionen schlagwortartig beschreiben. Und natürlich sind diese Unterschieden den Akteuren Sozialer Arbeit im ländlichen Raum, und damit auch Fanprojekten, wohl bekannt. Doch worin differenziert sich die Arbeit in Dortmund und in Plauen? Was macht es aus, wenn 80.000 oder 5.000 Zuschauer*innen im Stadion sind? Braucht es überhaupt Soziale Arbeit mit Jugendlichen in ländlichen Räumen? Das VIII. Sozialgesetzbuch beantwortet diese Frage gleich im ersten Satz: „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ Es braucht also nicht über eine Notwendigkeit gesprochen werden, vielmehr muss festgestellt werden, dass die vorhandenen Angebote nicht ausreichen oder schlecht greifen. Klaus Farin kritisierte in seinem Inputreferat im Rahmen der Auftaktveranstaltung in den Zinnkammern Pöhla e.V., das seit Jahren dieselben Fehler begangen würden. Jugendliche werden schlecht einbezogen, können nicht mitbestimmen und ihre Bedürfnisse werden von Erwachsenen eher vermutet als tatsächlich gemeinsam mit ihnen identifiziert. So würde beispielsweise in keinem einzigen Beirat der Verkehrsverbünde auch nur ein*e Jugendliche*r sitzen, und das, wo gerade die schlechte Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr eine große Herausforderung für junge Menschen ist. Dieser Umgang der Erwachsenenwelt mit jungen Menschen ist schwer verständlich, sind doch gerade ländlichere Gebiete auf die Jugendlichen angewiesen. Und die wollen, aktuellen Studien zufolge, auch gerne bleiben. Fanprojekte haben an dieser Stelle entscheidende Vorteile. Die Leidenschaft für Fußball und einen Verein verbindet und bringt junge Fans aus der Region in den Stadien zusammen. Eine ideale Voraussetzung für die Kontaktaufnahme und Beziehungsarbeit durch die Sozialarbeiter*innen gerade in Regionen, wo es wenig vergleichbare Angebote Sozialer Arbeit gibt. Die Fansozialarbeit orientiert sich mit ihren partizipativen und offenen Angeboten an den Bedarfen der Fans und ihrer Lebenswelt. Dabei reicht das Portfolio von Beratungsangeboten, über das zur Verfügung stellen von Räumlichkeiten und weiterer Infrastruktur, Outdooraktivitäten oder U18-Fahrten zu Auswärtsspielen. Damit sind Fanprojekte – gerade in ländlichen Räumen – ein unverzichtbarer Bestandteil der ausgedünnten Hilfelandschaft, darüber waren sich die Podiumsgäste einig.

Der zweite Tagungstag beinhaltete eine Vielzahl von Workshops. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Konzipierung erlebnispädagogischer Angebote, welche abseits von Großstädten und Ballungsgebieten einfach realisiert werden können. Die Tagung endete mit der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der BAG Fanprojekte e.V. Die nächste Tagung wird im März 2023 in Lübeck stattfinden.

 

Sophia Gerschel/Christian Keppler

BAG Sprecher*innen

AWO ruft zu Solidarität mit ukrainischen Geflüchteten auf!

Den fortwährenden Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilt die AWO scharf. Schon jetzt versuchen tausende Menschen, sich in Sicherheit zu bringen und sind auf der Flucht aus den Kriegsgebieten, insbesondere Kinder, Frauen und ältere Menschen. Expert*innen rechnen damit, dass sich die Zahlen in den kommenden Wochen und Monaten noch erhöhen werden. Viele Menschen werden sich hilfesuchend an Deutschland wenden. Die Arbeiterwohlfahrt appelliert angesichts der dramatischen Nachrichten aus der Ukraine an die Grundwerte der Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft und bereitet sich darauf vor, schutzbedürftigen Menschen aus der Ukraine zu helfen.

Dazu Kathrin Sonnenholzner, Vorsitzende des Präsidiums des  AWO Bundesverbands: „Wir als Gesellschaft müssen uns jetzt dafür bereit machen, hilfsbedürftige Menschen, die aus den Kriegsregionen fliehen, aufzunehmen. Die Vorbereitungen müssen jetzt dafür getroffen werden. Es geht um angemessene Unterkünfte, Verpflegung, medizinische Versorgung, psychosoziale Beratung und Informationen für Betroffene. Wir sind bewegt über den großen solidarischen Zuspruch für die ukrainische Bevölkerung, der uns erreicht hat, und freuen uns, dass sich einige AWO-Einrichtungen bereits bereit erklärt haben, Flüchtlinge aufzunehmen.“

Der AWO Bundesverband bittet die Bundes- und Landesregierungen, schnellstmöglich den Weg für unbürokratische Hilfen freizumachen und Gelder zur Bewältigung der humanitären Folgen bereitzustellen. AWO International hat  darüber hinaus ein Spendenkonto eingerichtet und sondiert aktuell gemeinsam mit der Volkshilfe Österreich Maßnahmen für die akute Nothilfe vor Ort. Spenden sind möglich über die Webseite https://www.awointernational.de/ sowie unter:

Spendenkonto:
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine 

Quelle: AWO-Bundesverband e.V.

AWO Bundesverband gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

„Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt Jens M. Schubert, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes:

„Es ist beinahe 80 Jahre her, dass das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit wurde. Aus der wachsenden zeitlichen Entfernung zu den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes folgt aber nicht, dass die Bedeutung unseres Erinnerns abnähme. Im Gegenteil: Je weniger Zeitzeugen es gibt, die das Geschehene als Teil ihrer Lebensgeschichte vergegenwärtigen können, je mehr junge Generationen diese Verbrechen an der Menschlichkeit als längst vergangene Geschichte erleben, desto wichtiger wird es, aktiv das Erinnern wachzuhalten – an jedem, aber besonders am heutigen Tag. Angesichts des schieren Ausmaßes des nationalsozialistischen Mordens können wir es nicht hinnehmen, dass es auch heute noch – und vielleicht verstärkt – anhaltende Versuche gibt, den Holocaust zu verharmlosen oder zu relativieren. Wir sind aufgefordert, uns dem aktiv in unserem Handeln und Sprechen zu verwehren. Nur so können wir dafür Sorge tragen, allen Menschen in unserer Mitte ein friedliches und angstfreies Leben zu ermöglichen.

Nicht nur am heutigen Tag des Gedenkens beobachten wir deshalb mit großer Sorge rechtes und antisemitisches Gedankengut, das bewusst von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremisten platziert wird. Denjenigen, die sich den antisemitischen und antidemokratischen Bewegungen entgegenstellen, sind wir zu tiefem Dank verpflichtet. Denn Demokratie ist nicht passive Gemeinschaft. Sie ist ein aktives Bekenntnis zu Vielfalt und Freiheit, und es gilt, sie zu verteidigen. In diese Reihen wird sich die AWO auch weiterhin einreihen.“

Der AWO Bundesverband nimmt jedes Jahr an der Gedenkveranstaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen teil und legt am AWO-Mahnmal im Kommandanturgarten und der Station Z einen Kranz nieder. Auf Grund der Pandemie ist auch in diesem Jahr das persönliche Gedenken nicht möglich.

Die Gedenkstätte begeht den Gedenktag mit dezentralen Veranstaltungen. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website der Gedenkstätte: https://www.sachsenhausen-sbg.de/veranstaltungen/.

Ziel der AWO ist und bleibt, Menschen zusammenzubringen, zu mobilisieren und gemeinsam notwendige gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Das gilt vor allem im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus, gegen Armut und Ausgrenzung, für Vielfalt, Diversität und Inklusion, für Demokratie und soziale Gerechtigkeit.

Für die AWO ist das Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus ein zentraler Bestandteil ihrer Identität. Parteien, Organisationen oder Gruppierungen, die rassistisch motivierte Straftaten verüben, die die Menschenwürde verletzen, eine Wesensverwandtschaft mit der Ideologie des Nationalsozialismus aufweisen und unsere demokratischen Wertevorstellungen gefährden, lehnen wir entschieden ab.“

Foto- und Textquelle AWO Bundesverband: awo.org

Prävention ist Sache der sozialpädagogischen Fanarbeit und nicht der Justiz

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG)

Dass der Bundesgerichtshof (BGH) am 04. November 2021 dem Deutschen Fußballbund (DFB) in der Frage „Zur Haftung der Fußballvereine für das Verhalten ihrer Anhänger“ bezüglich seiner Verbandsstrafen und der Umsetzung des Verbandsrechts Recht gibt, damit konnte man rechnen. Die Begründung aber, die dem Urteil zugrunde liegt ist aus Sicht professioneller Fanarbeit mindestens zu hinterfragen. „Geldstrafen als Prävention zu bezeichnen und damit ihre Wirkungen auf Vereine und Fans zu erklären, ist nur schwer nachvollziehbar“, kommentiert die Sprecherin der BAG der Fanprojekte Sophia Gerschel das Urteil des BGH.

„Die Begründung, dass diese Geldstrafen keine Strafen sind, sondern als Prävention verstanden werden sollen, können wir als Vertreter*innen der Fanarbeit nicht nachvollziehen“, so die Fanprojekte-Sprecherin weiter. Es werden vom DFB-Sportgericht Strafen ausgesprochen, die von den Vereinen getragen werden müssen. So kommt die gängige Praxis in der Sportgerichtsbarkeit zumindest bei Fans und Vereinsvertreter*innen an. Diese Art und Weise des Verbandsrechts führt in der Realität nicht dazu, dass dadurch mehr konstruktive Kommunikation und Austausch zwischen Fans und Vereinen stattfindet. Viel mehr werden hier „Schuldige“ gesucht und Verantwortung übertragen. Prävention findet vor den Spielen, unter der Woche, während der Spiele im Dialog mit den Fans, der professionellen Fanarbeit und den Vereinen statt. Hier werden Beziehungen und Vertrauen aufgebaut, die dazu führen, dass präventiv mit Fans, Verein und auch anderen Institutionen gearbeitet werden kann. Dem entgegenstehend suchen Vereine inzwischen nach Wegen, die „Geldstrafen“ an Fans und Einzelpersonen weiterzureichen. Strafen, die im Verhältnis zu Vereinen in ihrer Höhe ausgesprochen werden und dann, ohne Anpassung an die Verhältnisse, auf Einzelpersonen umgelegt werden. Diese Bestrebungen unterminieren jedwede präventive Wirkung von Sanktionen. Dabei gehen Vereine in keinen konstruktiven Dialog mit Fans, sondern setzen den bestehenden Austausch mit den Fans aufs Spiel und gehen die Gefahr ein, die Kommunikationsstrukturen damit zu schwächen.

Eine weitere fehlgehende Argumentation des Gerichts bezieht sich auf die Sicherheitsvorkehrungen. Vereine müssen schon jetzt unzählige sicherheitsrelevante Maßnahmen umsetzen, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Immer mit der Konsequenz, dass Fans weiter eingeschränkt und intensiver überprüft werden! Egal ob am Einlass, bei Tickets, mit Kameraüberwachung uvm. Zu begründen, dass Geldstrafen präventiv Vereine dazu animieren, noch mehr Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, lässt alle Bemühungen und bestehenden Konzepte unbeachtet und die Konsequenzen dieser Maßnahmen für alle Zuschauer*innen außer Acht. Geldstrafen sind Strafen. Die präventive Wirkung von Strafen auf zukünftiges Verhalten ist nachweislich fraglich. Prävention setzt vor dem Verhalten an und arbeitet mit Aufklärung, Sensibilisierung und Kommunikation. Strafe kommuniziert nicht, Strafe verurteilt. Genauso wie Geldstrafen die Vereine verurteilt und zukünftige Prävention durch den finanziellen Aufwand sogar verhindern kann, weil die Vereine Geld in Strafen investieren müssen und für die präventive Arbeit nicht mehr aufwenden können.

„Unabhängig des getroffenen Urteils sind wir, die BAG der Fanprojekte, nach wie vor der Ansicht, dass Dialog, Austausch, Wertschätzung und Wahrnehmung der Interessen von Fußballfans nach wie vor die grundlegende Aufgabe der Vereine, der professionellen Fanarbeit und der Verbände ist. Prävention findet vor, während und nach den Spielen, in einem langfristigen Austausch und entsprechender Beziehungsarbeit statt, unabhängig von Strafen oder eventuellem Fehlverhalten, so die Vertreterin der Fanprojekte.