Aktuelles

Leseempfehlungen

Mit dem Signal einer Dialogbereitschaft der Verbände gegenüber den Fußballfans sind verschiedene Themen verstärkt in den medialen Fokus gerückt. Wir möchten auf drei interessante Beiträge aufmerksam machen:

1. Ultras gegen DFB – Grindels Angst
„Nun aber ist Reinhard Grindel, DFB-Präsident, bereits am vergangenen Mittwoch vor die Kameras der Republik getreten. Mit einem Statement setzte er das Thema, das die kommende 55. Saison nach Einführung der Bundesliga bestimmen könnte. „Es ist Zeit zum Innehalten“, so Grindel. „Es ist Zeit zum Umdenken.“
http://cicero.de/kultur/ultras-gegen-dfb-grindels-angst

2. Michael Gabriel: „Das Erfolgsmodell ist in Gefahr“
„Der Transfer-Irrsinn dieses Sommer stößt bei vielen Beobachtern auf Unverständnis. Nun begrüßen die Fans zum ersten Heimspiel der Frankfurter Eintracht elf neue Spieler, darunter die zwei teuersten Zugänge der Vereinsgeschichte. Unser Mitarbeiter David Rouhani sprach mit Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), darüber, was die zunehmende Kommerzialisierung an der Fanbasis auslöst.“
http://www.fnp.de/…/Michael-Gabriel-Das-Erfolgsmodell-ist-i…

3. „Dem DFB-Sportgericht fehlt es an Legitimation“
„Der Kriminologe Thomas Feltes teilt die massive Kritik der Ultras am DFB-Sportgericht. Er zweifelt die Rechtmäßigkeit der Kollektivstrafen an. Auch zur Bilderfahndung hat er eine klare Meinung.“
https://www.welt.de/…/Dem-DFB-Sportgericht-fehlt-es-an-Legi…

Stellenausschreibung im Fanprojekt Rostock

Im Fanprojekt Rostock ist derzeit eine unbefristete Vollzeitstelle ausgeschrieben. Stellenbeschreibung, Anforderungsprofil und weitere Informationen finden Sie auf der AWO Sozialdienst Rostock Homepage.

awo-rostock.de/stellenausschreibung

Stellungnahme/ Kommentar zum Pokalspiel gegen Hertha BSC

Mit einigen Tagen Abstand möchten wir uns zu den Ereignissen im Pokalspiel gegen Hertha BSC und der daraus resultierenden medialen Berichterstattung äußern.

Mit dem Wiederanpfiff nach der Halbzeitpause wurde im Gästebereich mehrfach Pyrotechnik abgebrannt. Zu einer mehrminütigen Spielunterbrechung kam es Mitte der zweiten Halbzeit nachdem im Bereich der Südtribüne ein Banner von Hertha BSC gezeigt, zerrissen und in Brand gesetzt wurde. Als Reaktion darauf sind vorrangig aus dem Gästeblock mehrere Leuchtraketen im Bereich der Südtribüne in die Menschenmassen geflogen. Wir sind sehr froh, dass, soweit es uns bekannt ist, zu keinen Verletzungen gekommen ist. Pyrotechnik bewusst als Waffe gegen Menschen einzusetzen,  ist sehr gefährlich und nicht zu tolerieren. Hier wünschen wir uns mit Nachdruck ein selbstkritisches Hinterfragen von Verhaltensweisen.

Wir sind der festen Überzeugung, dass der Umgang mit solchen Geschehnissen keine reine Aufgabe eines Fußballvereins ist und dass Schuldzuweisungen sowie vorschnelle populistische Handlungsideen der Sache nicht dienlich sind. Hier ist die gesamtgesellschaftliche Betrachtung und Ableitung von Handlungsansätzen erforderlich. Dazu braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für einen Dialog im Netzwerk und belastbare sowie anerkannte Strukturen. Ein Dialog ist unentbehrlich und notwendig, wenn es um Austausch von Ansichten geht. Darüber hinaus kann nur durch eine enge Kommunikation der Aufbau einer vertrauensvollen und letztlich belastbaren Beziehung im Verhältnis von Verein und Fans entstehen. Diesbezüglich wünschen wir uns eine gründliche sowie sach- und lösungsorientierte Abwägung von Vor- und Nachteilen angedachter Maßnahmen unter Einbeziehung aller Akteure. Dies ist als ein langwieriger Prozess zu verstehen und deshalb ist es umso wichtiger, Rückschläge genau zu betrachten und auch auszuhalten!

Das Fanprojekt Rostock begrüßt in diesem Zusammenhang die aktuelle Empfehlung des DFB gegenüber der Sportsgerichtsbarkeit, Kollektivstrafen bis auf weiteres auszusetzen und zu einem öffentlichen Dialog aufzurufen. Die vertrauens- und verantwortungsvollen Fangruppen, die in der Vergangenheit von den Kollektivstrafen mitbetroffen waren, werden nun in die Möglichkeit der Mitwirkung von selbstkritischen Handlungsprozessen eingebunden und dadurch gestärkt. Ansonsten kam es vorher in ihren Reihen zu Solidarisierungseffekten, wenn sie ebenfalls Adressaten der Strafen waren, ohne an Vorfällen beteiligt gewesen zu sein.

Eine fokussierte Betrachtung der Fußballfans ausschließlich als Sicherheitsrisiko dient nicht der Entspannung. Fußballfans sollten nicht als Problem, sondern als Teil der Lösung verstanden werden.

Grillnachmittag bei der Fanszene Rostock e.V.

Das Wetter wird es am Donnerstag den 3. August gut mit uns meinen und daher möchten wir Euch zum gemeinsamen Grillen einladen. Um 18:00 Uhr geht es vor den Räumlichkeiten der Fanszene Rostock los. Es wird Bratwurst und etwas Fleisch geben, aber natürlich ist jeder eingeladen, auch etwas mitzubringen. :)

Wir freuen uns auf Euch,
Euer Team Fanprojekt

Beitrag im Nordkurier – Datei Gewalttäter Sport

Die Datei Gewalttäter Sport wird seit 1994 von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) geführt. Derzeit sind etwa 11.000 Personen in der Datei registriert. Wie im Interview gegenüber dem Nordkurier festgehalten, ist bereits der Name der Datei irreführend und suggeriert die Annahme, dass ausschließlich strafrechtlich verurteilte Personen in der Datei gespeichert sind. Dabei reicht ein Anfangsverdacht bzw. die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aus (u.a. wg. Beleidigung, Diebstahl), um in die Datei aufgenommen zu werden. Die Aussagekraft hinsichtlich der tatsächlichen Gewaltbereitschaft der gespeicherten Personen kann durchaus hinterfragt werden. Darüber hinaus werden die Personen nicht über die Registrierung informiert.

„Martin Brochier ist Mitarbeiter des von der Arbeiterwohlfahrt geführten Rostocker Fanprojektes. Er ist schon seit Jahren im Bereich der Fansozialarbeit tätig, pflegt einen engen Kontakt zu den Ultras des FC Hansa und anderen Fangruppen. Für Brochier trägt die Datei Gewalttäter Sport nicht zu einer Entspannung im belasteten Verhältnis zwischen Fußballfans und den Ordnungsbehörden bei.“

Vollständiger Artikel – Nordkurier 20. Juni 2017 (pdf)

Vor Ort bei den Testspielen

Bei den kommenden Testspielen in der Vorbereitung des FC Hansa Rostock werden wir euch als Gesprächspartner vor Ort zur Verfügung stehen. Interessierte (m/w im Alter von 14 – 27 Jahre) können ab Rostock auch gerne bei uns mitfahren.

Mittwoch 28. Juni / beim SV Blau-Weiß Baabe
Abfahrt gg. 16:00 Uhr vom Fanprojekt

Freitag 30. Juni / beim FSV Malchin
Abfahrt gg. 16:30 Uhr vom Fanprojekt

Mittwoch 5. Juli / beim Güstrower SC
Abfahrt gg. 17:30 Uhr vom Fanprojekt

Meldet euch einfach bei Martin (0174 4459139).

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