Aktuelles

Erfolgreicher vierter Platz beim Fanfinale in Berlin

Die Teilnehmer des Fanprojekt Rostocks haben beim diesjährigen Fanfinale einen erfolgreichen vierten Platz belegt. Mit einem Teilnehmerfeld von mehr als 30 Mannschaften aus den unterschiedlichen Fanprojektstandorten wurde auf dem Sportfeld Jungfernheide in Berlin-Charlottenburg das Turnier in vier Gruppen ausgetragen. Während in der Gruppenphase gegen das Team von Schalke 04 noch ein 0:0 erkämpft wurde, musste sich das Rostocker Team im Halbfinale den Schalkern leider mit 0:2 geschlagen geben. Das Spiel um Platz drei wurde gegen den 1. FC Union im Glückspiel des Neunmeterschießens verloren. Im Finale standen sich Schalke 04 und die Borussia aus Dortmund gegenüber, wobei die Gelsenkirchener das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Am Samstagabend wurde dann gemeinsam mit allen TeilnehmerInnen das DFB Pokal Finalspiel im Berliner Olympiastadion besucht.

Festzuhalten bleibt, dass das Turnier mehrfach für „Gänsehautmomente“ sorgte und wir nächstes Jahr auf ein Neues den Finaleinzug in Angriff nehmen.

Zwei lesenswerte Kommentare zur Empfehlung …

Seit einigen Tagen steht der Sport Fußball wieder verstärkt im medialen Fokus. Ereignisse rund um das DFB Pokalfinalspiel in Berlin als auch bei den unterschiedlichen Relegationsspielen führen momentan zu einer durchaus unsachlichen und weniger differenzierten Diskussion. Wir möchten euch an dieser Stelle zwei lesenswerte Kommentare empfehlen:

1. 11Freunde – Massive Töne
[…] Denn wenn zwei Fanlager, die sich ansonsten nicht besonders mögen, spontan den Schulterschluss üben und im Wechselgesang »Scheiß DFB« rufen, sollte sich der Verband in erster Linie hinterfragen und nicht sofort mit dem Finger zurückzeigen. Anti-DFB-Banner sind sicherlich nicht die feine Art, aber ein Kapitalverbrechen sind sie auch nicht. Sie sind eine Unmutsbekundung jener Anhänger, die sich immer weniger gehört fühlen. Es gehört ihnen umso mehr Gehör geschenkt, wenn sie sich »absprechen«. Das Gegenteil scheint der Fall, die Grenzen der Sportgerichtsbarkeit haben sich zuletzt dahingehend verschoben, dass Banner und Schmähgesänge zu Teilausschlüssen führen. […]
11Freunde.de/Grindel

2. Wichtig ist auf dem Platz
[…] Es ist keine gute Zeit für Zwischentöne. Die übergroße Mehrheit der Menschen geht nicht in Fußballstadien, hat aber trotzdem eine starke Meinung zum Geschehen dort. Es ist auch viel einfacher, eine starke Meinung zu Dingen zu haben, von denen man nicht selbst betroffen ist.[…] Die Welt ist komplex und nur weil eine Lösung einfach klingt, ist sie nicht automatisch richtig. Oder überhaupt eine Lösung. Am Fußballzirkus nehmen Millionen Menschen Anteil und jeder einzelne von ihnen vertritt richtige und falsche Ansichten. Manchmal komplett entgegengesetzte, aber wenn der Fußball weiterhin ein Spektakel – und, ja, ein Business, warum denn auch nicht? – bleiben soll, das Millionen von Menschen verbindet, dann wird man Kompromisse finden müssen. Das erfordert die Bereitschaft, eigene Positionen infrage zu stellen und die Meinung des anderen mit einzubeziehen. Dafür müssen die Fakten auf den Tisch, die Diskussion von angstgetriebenen Empörungswellen wird nicht weiterhelfen.
altravita.com/platz

Reclaim Your Streets am 19. Mai 16 – 21 Uhr Headgehalbinsel

Die Innenstadt von Rostock und auch der Stadthafen sind ein beliebter Ort für alle Rostocker und Besucher. Allerdings wird an einigen beliebten Orten nicht jede Gruppe toleriert – so werden Kinder und Jugendliche oft als Störer wahrgenommen. Zwar gibt es einige wenige Jugendclubs in Rostock, jedoch werden auch immer mehr freie Flächen zubetoniert oder mit Gebäuden bebaut. Der mittlerweile dritte Aktionstag „Reclaim Your Streets“ wird von vielen Akteuren und Untersützern organisiert und versteht sich als ein Jugendkulturevent. Der öffentliche Raum auf der Haedgehalbinsel im Stadthafen wird durch Streetart, Sport- und Jugendkulturen mit Leben gefüllt – Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Interessierte sind herzlich eingeladen, mitzumachen, sich auszuprobieren, zuzuschauen, eigene Ideen zu entwickeln, ihre Meinung zu sagen, neue Kontakte zu knüpfen und vieles andere.

Teilnahme des Projektes Lernort Ostseestadion an den paralympischen Tagen – 20. und 21. April 2017

Gemeinsam Lernen, gemeinsam Erleben – das war das diesjährige Motto der paralympischen Tage vom Lernort Ostseestadion. Am 20. und 21. April konnten sich zwei Schulklassen der Rostocker Christophorusschule mit den Themen Inklusion und Teamfähigkeit am Beispiel von Sport und dem Erlebnisort Stadion auseinandersetzen. Mit verschiedenen sportlichen Impulsen und Methoden konnte sich den Themen genähert werden und gemeinsame Vorstellungen von Partizipation und Gleichberechtigung besprochen und erfahrbar gemacht werden. In Kooperation mit dem Blindenradio und dem Behindertenbeauftragten Uwe Schröder vom FC Hansa Rostock wurden verschiedene Workshops im Stadion durchgeführt, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmer halfen, sich Inklusion aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und in der Gruppe gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, wie inklusiver Sport für die Spieler*innen, aber auch für die Fans aussehen muss. So konnten die Schülerinnen und Schüler mit Situationsmasken das Stadion erkunden und so den Ablauf eines Spieltags als blinder Mensch nachempfinden. Gemeinsam mit dem Blindenradio wurde gezeigt wie dabei eine Spielmoderation aufgebaut ist und welche Dinge dabei zu beachten sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren so in der Lage selbst einmal ein Spiel mit der Technik des Blindenradios zu moderieren und konnten im zweiten Schritt mit den Situationsmasken der Moderation lauschen. Am Ende wurde sich gemeinsam über die eigene Wahrnehmung und das erlebte ausgetauscht. In einem dritten Workshop versuchten sich die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Rollstühlen und bestritten einen Parcour am Stadion, um sich mit den Möglichkeiten von Barrierefreiheit vertraut zu machen.

Der Abschluss bildete ein Fußballturnier der besonderen Art. Mit einem gemeinsam entwickelten und erprobten inklusiven und fairen Regelwerk, probierten sich die Schülerinnen und Schüler eifrig am Ball, um die Erfahrungen der Workshops praktisch in die sportliche Alltagspraxis einzubeziehen. Dadurch fanden die paralympischen Tage ein gebührendes Ende, bei dem nebenbei auch noch insgesamt 46 neue Fairplay-meister gekürt werden konnten.

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(Fotos Christoph Trabert)

Stellungnahme des FC Hansa Rostock zum Auswärtsspiel in Kiel

Unsere Beobachtungen und Eindrücke vom Auswärtsspiel in Kiel finden sich in der Stellungnahme des F.C. Hansa Rostock eindeutig wieder. Daher bekräftigen und unterstützen wir die Aussagen des Vereins ausdrücklich. Zudem führt eine undifferenzierte und nichtsachliche mediale Berichterstattung zu einer Verfestigung von Vorurteilen und Stigmatisierung von Fußballfans.

[…] Im Vorfeld unseres Auswärtsspiels am vergangenen Sonnabend (06.05.2017) bei Holstein Kiel ist es zu Auseinandersetzungen am Einlass zum Gästeblock gekommen. Dabei wurde durch die Polizei ein Wasserwerfer und Pfefferspray eingesetzt, wodurch mehrere Personen verletzt worden sind. In diesem Zusammenhang wurde kommuniziert, dass Rostocker Fans versucht hätten, den Eingangsbereich zu stürmen.

Zahlreiche Mitglieder und Fans, die selber Zeuge der Geschehnisse in Kiel waren, haben sich an uns gewandt und die Abläufe vor Ort geschildert. Unter Berücksichtigung der Augenzeugenberichte und der Berichte unseres Sicherheitsbeauftragen und Fanbeauftragten müssen wir feststellen, dass die Geschehnisse in Kiel bedauerlicherweise vor allem medial teilweise sehr undifferenziert und falsch dargestellt wurden. […]

Vollständige Stellungnahme und Richtigstellung des FC Hansa Rostock (fc-hansa.de)

Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft zum Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter des Fanprojekt Leipzig

BAG-Logo der Fanprojekte_klein[…] Umso verstörender ist es für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) daher, dass die Ermittlungsbehörden in Sachsen über mindestens zwei Jahre lang einen Mitarbeiter des Fanprojekt Leipzig als Beschuldigten in einem Ermittlungsverfahren nach Paragraph §129 StGB geführt haben: Bildung einer kriminellen Vereinigung! Ihm wird vorgeworfen, zu unter Verdacht stehenden Fans regelmäßig Kontakt gehabt zu haben, mit ihnen Auswärtsspiele besucht und sie rechtlich beraten zu haben. Kurzum, er hat die konzeptionell geforderte Fanprojektarbeit professionell umgesetzt. Die Kriminalisierung des Kollegen wirkt sich dabei nicht nur auf seinen Arbeitsbereich aus, sondern macht ihn auch persönlich betroffen. […]

Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft
bag-fanprojekte.de/leipzig

Ausübung der Arbeit als Vorwurf (Presseartikel taz.de)
taz.de/leipzig

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