Fanprojekt

Geschichte

Im Herbst 2007 konnte in Rostock mit einer Arbeit begonnen werden, die in vielen anderen Orten bereits als selbstverständlich gilt: Im Rahmen einer von der Deutschen Fußball Liga unterstützten Vorlaufphase fiel am 1. November 2007 der Startschuss für das Fanprojekt. Der Projektleiter Nico Stroech bekam im Mai 2008 personelle Unterstützung durch Susanne Binsch und Martin Brochier. Das hauptamtliche Team arbeitet seit nunmehr fünf Jahren unverändert in dieser Konstellation und wird dabei punktuell durch (Schüler-)Praktikanten unterstützt. Nachdem ein erster Standort in der Nähe des Ostseestadions nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte, zog das Fanprojekt im Oktober 2009 nochmals um und verfügt seitdem über ausreichend Platz in zentraler Lage. Die Entwicklung dieser positiven Rahmenbedingungen ist insbesondere dem AWO-Sozialdienst Rostock zu verdanken, der sich als Träger in jeglicher Hinsicht für das Fanprojekt stark macht.

Begünstigt durch die räumliche Nähe zum Stadion werden bei Heimspielen zwei Stunden vor dem Anpfiff die Türen geöffnet. Bei Wochenendspielen wird zudem die Nutzung der Räumlichkeiten zum gemeinsamen Frühstück angeboten. Unter der Woche stehen die Räume dienstags bis donnerstags bis 18 Uhr offen. Die Fans nutzen den Anlaufpunkt regelmäßig, um Beratung und Hilfestellung bei (privaten) Problemen zu erhalten.

Über Uns

Das Fanprojekt Rostock ist eine sozialpädagogische Einrichtung der Jugendhilfe. Wir arbeiten vereinsunabhängig und richten unsere Angebote an die aktive Fanszene des F.C. Hansa Rostock. Hauptziel unserer Arbeit ist die Förderung einer positiven Rostocker Fankultur.

Dahinter verbergen sich folgende Einzelziele:

  • Eindämmung von Gewalt jeglicher Form und delinquenten Verhaltensstrukturen
  • Erhalt der wertvollen Jugendsubkultur der „Fußball-Fanszene“
  • Engagement gegen rassistische und extremistische Tendenzen
  • Sensibilisierung und Information der beteiligten gesellschaftlichen Gruppen und der Öffentlichkeit für die Belange junger Fußballfans und die Hintergründe und Entwicklungen von Fankulturen
  • Förderung und Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten und von Selbstsregulierungsmechanismen
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Problemlösungskompetenzen
  • Schaffung und Förderung von sinnvollen Freizeitaktivitäten
  • Stärkung von Selbstwertgefühl und Verhaltenssicherheit der Jugendlichen sowie Förderung von Kompetenzen zur Lebensbewältigung
  • Festigung von Gleichaltrigengruppen

Dafür sind wir nicht da:

  • Organisation von regulären Auswärtsfahrten
  • Kartenservice für Liga- und Pokalspiele
  • Merchandising

Grundlagen unserer Arbeit

In unserer Arbeit orientieren wir uns an dem „Nationalen Konzept Sport und Sicherheit“(NKSS) und den Bestimmungen des SGBVIII (KJHG), insbesondere den §§ 11- Jugendarbeit und 13- Jugendsozialarbeit.

Das Fanprojekt wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Hansestadt Rostock und den Deutschen Fussball-Bund finanziert.